THE DAYDACTICS

Unterrichten wie Tennis

Teaching like Tennis

Ein geläufiger Ausdruck besagt, dass zum Tango zwei gehören: Zwei Partner sind per definitionem unentbehrlich, um zusammenzuarbeiten, zu verhandeln oder zu tanzen. Dasselbe gilt für das Lernen: Eine Lehrerin und ein Lernender. Eine, die führt, und einer, der folgt. Unter bestimmten Umständen durch eine Reihe von rhythmischen und gemusterten Körperbewegungen. Je harmonischer desto besser. Unsere Vision des Lernens geht jedoch darüber hinaus. Herkömmliche Rollen und Regeln sind nicht mehr angemessen, wenn Lerninhalte im Übermaß vorhanden sind und sich die Bedingungen für die Anwendung dieser Inhalte ständig ändern.

Lernen im 21. Jahrhundert soll Engagement, Neugier und Experimentieren fördern . Diese Fähigkeiten werden nicht durch das Auswendiglernen einer Information erworben, sondern durch das Entwickeln einer mentalen Position gegenüber einer ungewissen Zukunft oder einem ungewissen Ausgang. Es geht weniger um das „Wissen was“, sondern um das „Wissen wie“. Anstatt „instruiert“ zu werden, sollten die Lernenden daher befähigt werden, Themen zu erforschen, indem sie Fragen stellen und Lösungen finden.

Wir brauchen forschendes Lernen

Diese forschungsbasierte Form des Lernens ist eher eine adaptive Philosophie als eine strikte Festlegung, wie der Unterricht durchgeführt werden soll. Das bedeutet jedoch nicht, dass Lernen in einem frei schwebenden Raum stattfindet. Trotz der Fülle fast aller Lerninhalte ist Selbstbildung ein Mythos. Auch die engagierteste Autodidaktin braucht einen Resonanzraum, um ihr Gelerntes anzuwenden.

Tatsächlich werden Informationen nur durch die Interaktion, das Feedback und die Anleitung mit der Außenwelt zu Wissen. Lernen ist ein soziales Unterfangen. So sind wir verdrahtet. Das Hin und Her ist essentiell für jede erfolgreiche Persönlichkeitsentwicklung. Unterrichten ist also keine Einbahnstraße, sondern ein Rebound-Spiel, bei dem die Spieler abwechselnd den Ball in die gegnerische Spielfeldhälfte schlagen. Genau wie Tennis!

Tennis kann man nicht alleine spielen. Es braucht eine zweite Spielerin, die ihren Schläger mitbringt. Die Spielerin muss ein paar einfache Regeln akzeptieren, bevor sie anfangen kann, die Bälle zurückzuschlagen, die ihr serviert werden. Das Netz dazwischen ist keine Barriere, sondern eine Metapher für die gemeinsame und abwechselnde Verantwortung von Lernen und Lehren auf beiden Seiten. Ohne Anstrengung kein Fortschritt. Scheitern und Unbehagen sind Teil des Spiels. Jeder Spieler muss Verantwortung für sein Spiel übernehmen und ist auch für das Ergebnis verantwortlich.

Es geht jedoch nicht so sehr um Sieg oder Niederlage, sondern darum, ein besserer Spieler zu werden. Lernen ist, genau wie Tennis, kein Mannschaftssport, sondern ein Vereinssport. Ein Spiel, das von engagierten Personen gespielt wird, die ähnliche Interessen teilen. Sie versammeln sich in einem Club, der den notwendigen Rahmen bietet, damit jeder erfolgreich sein kann.

Wir brauchen auch Fitnessstudios für den Geist!

Aus diesem Grund haben wir den weltweit ersten Club für lebenslanges Lernen gegründet. Du könntest es versuchen.

Öffne den DAYDACTICS- Leitfaden, um weitere Prinzipien des Lerndesigns und der Entwicklung von Führungskräften zu entdecken.

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