Willkommen zu LIGHTHOUSE - unserem Magazin für digitale Changemaker! Dabei ist LIGHTHOUSE aber nicht irgendein Magazin. Nein. Es ist das Magazin unserer CLASSES! Von CLASS TWO in einer Challenge komplett gestaltet und ausgearbeitet, findet Ihr hier Artikel, Videos, Interviews und Insights aller CLASSES zu unserem Programm, zum SHIFTSCHOOL-Leben und einfach allem, was unseren Pionieren am Herzen liegt.

FRAUEN – HABT MEHR MUT ZUM GRÜNDEN

OUTLOOK

Gründerszene

FRAUEN – HABT MEHR MUT ZUM GRÜNDEN

 

Beruflich erfolgreich, selbstbewusst, finanziell unabhängig, abenteuerlustig (zumindest beim Reisen), Marathonläuferin… BOOM BANG!!! Der Job macht keine Freude mehr und wir fangen an vieles zu hinterfragen: steht da etwa die Midlife Crises vor der Tür? Und kann die Digitalisierung im Jahr 2019 auch hierbei helfen?

 

Allgemein bekannt ist diese Krise bei Männern ab etwa 40: Er kauft sich seinen langersehnten Sportwagen und verliebt sich wahrscheinlich noch in eine jüngere Frau. Immer mehr Frauen scheinen diese Lebensphase auch zu durchleben. Man könnte fast behaupten, dass zumindest hier die Gleichstellung zwischen Mann und Frau stattgefunden hat. Aber statt Sportwagen nutzen viele Frauen diese Phase sich neu zu erfinden – sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Die FAZ beschreibt dieses Phänomen positiv als Opting Out: Frauen, die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere aussteigen und sich neu orientieren. Sie sind nicht frustriert, aber der Wunsch nach Selbstbestimmung und Sinnhaftigkeit ist einfach größer.

 

Warum ausgerechnet jetzt?

Wir gehören zu der Generation moderner Frauen, die viele Möglichkeiten und Chancen haben und diese auch verfolgen. Wir haben studiert, Auslandserfahrung gesammelt und Karriere gemacht, spät Kinder bekommen oder bewusst auch keine, unseren Traummann gefunden (na ja, auch nicht alle) und vielleicht sogar unsere Traumwohnung gekauft. Dabei sind wir natürlich finanziell unabhängig geblieben – wie uns das unsere Mütter immer gesagt haben. Also eine relativ unbeschwerte Phase unseres Lebens.

Doch dann wachen wir eines morgens auf und fragen uns, ob das jetzt alles war. Schließlich haben wir gerade die Mitte unseres Lebens erreicht. Fragen wie ‚Wofür habe ich mich so abgestrampelt?‘ und ‚Womit möchte ich mich in den nächsten 20 Jahren beschäftigen?‘ schießen uns in den Kopf. Erfolg, Selbstbestimmung und Erfüllung bekommen eine ganze andere Bedeutung. Viele nutzen diese Phase um ihr Leben zu transformieren, etwas ganz Neues zu wagen oder eine Geschäftsidee zu verfolgen. Wie auch Maike und Tina.

 

Die digitale Revolution als Sprungbrett

Die digitale Welt bietet Frauen die besten Chancen ein eigenes Unternehmen zu gründen und ein selbstbestimmtes, freies Leben zu führen (Sandra Pabst – Frauen – macht euch endlich selbstständig!)

Sandra Pabst weist aber auch darauf hin, dass vor allem Frauen in Deutschland diesen Trend verschlafen. Dem Deutschen Start Up Monitor2017 zufolge lag der Anteil weiblicher Gründerinnen bei gerade einmal 14%. Schaut man ins europäische Ausland, liegt der Anteil in Großbritannien bereits bei 30%. Da ist also eine Menge Potential nach oben.

Obwohl sich die Finanzierung bei Gründerinnen immer noch als schwieriger erweist als bei ihren männlichen Kollegen, war es noch nie so einfach wie heute zu gründen – auch dank der Digitalisierung. Ein Laptop, eine gute Idee, eine schnelle Internetverbindung und die eigenen vier Wände reichen heute schon aus. Auch die finanziellen Mittel halten sich relativ in Grenzen, um erstmal loszulegen. Social-Media-Kanäle helfen dabei die Zielgruppe genau anzusprechen und die Idee zu vermarkten.

Schaut man sich die Geschichten von erfolgreichen Gründerinnen an, gibt es einige Faktoren, die dabei helfen erfolgreich zu gründen. Dazu gehören: für seine Ideen zu brennen, eine gute Marktanalyse, Feedback einholen, ein Netzwerk, Durchhaltevermögen, inspirierende Vorbilder und Selbstbewusstsein. Das gilt natürlich für Frauen wie für Männer. Warum gibt es trotzdem weniger Gründerinnen?

Wenn man sich mit Maike (in der Gründungsphase einer plastikfreien Kosmetikmarke nach 13 Jahren im Großkonzernleben) und Tina (Mutter von 3 Kindern & Mitgründerin der ersten deutschen Akademie für Digitale Transformation) austauscht, wird vor allem eine Eigenschaft genannt, die man mitbringen oder zumindest kultivieren sollte: M U T.

 

  • Mut – etwas Neues zu erschaffen. Dabei geht es ausschließlich darum den ersten Schritt zu machen. Hier hilft es erst mal in sich reinzuhören und zu fragen: was möchte ich wirklich machen? Was ist mein Ziel, was erfüllt mich? Oft entsteht die Gründungsidee während man versucht eine Lösung für sein eigenes Problem zu finden oder ein Interesse, das man schon länger verfolgt, zum Beruf zu machen. Maike hat es geholfen eine Auszeit vom Job zu nehmen und ihre Komfortzone zu verlassen. Auch inspirierende Podcasts oder Online Coachings, wie von Future Female Force und Die Macherinnen, helfen einem sich mit seinem persönlichen Ziel auseinanderzusetzen. Dabei sollte man auch die Fülle an eigenem Know-how und Expertise nicht vergessen, die man bereits gesammelt hat und als Stärke mit einfließen lassen. Schließlich haben wir in den letzten Jahren viele gute und bereichernde Erfahrungen gesammelt. Wer nicht sofort seinen Job aufgeben möchte, kann auch einen Weiterbildungskurs als Digital Transformation Manger*in machen, der berufsbegleitend von der Shiftschool angeboten wird und einem die Themen wie skills, mindset & networking näherbringt.

 

  • Mut – zum Networking. Das fällt einigen Frauen immer noch schwer, da wir unsere Probleme gerne allein lösen. Dabei kann ein Netzwerk helfen neue Ideen zu generieren, auf die wir allein nicht gekommen wären oder man lernt jemanden kennen, der jemanden kennt, der einem weiterhelfen kann. Netzwerke sind die perfekte Plattform um Ideen vorzustellen, sich mit anderen Gründerinnen auszutauschen und die Reichweite auszubauen. Umso offener man ist, umso mehr bekommt man zurück, erzählen Maike und Tina. Hierbei helfen Plattformen wie Global Digital Women oder Gründerinnenzentrale. Tina weist aber auch darauf hin, nicht alles persönlich zu nehmen. Es gibt immer Menschen, die eine andere Meinung haben und man muss für sich selbst entscheiden wieviel Raum man dem geben möchte.

 

  • Mut – Fehler zu machen und deswegen nicht aufzugeben. Wir Frauen neigen oft zum Perfektionismus, aber das verträgt sich nicht mit der Start-up Kultur. Wenn die erste Idee nicht so funktioniert wie man sich das vorgestellt hat, heißt das nur, dass es noch besser geht. Maike hat in ihrer Gründungsphase festgestellt, dass man jeden Tag dazulernt und das ist wichtig, da sich dadurch Türen öffnen, an die man vorher nicht gedacht hat. Ganz nach dem Leitprinzip: try, fail, iterate. Es ist definitiv ein langer Weg, aber gute Dinge brauchen Zeit. Zudem sich bewusst darüber zu werden welche Stärken man hat und was man besser abgibt, hat Tina geholfen sich auf die wichtigen strategischen Aufgaben zu fokussieren. Wenn man sich entscheidet zu gründen, muss man von einem auf den anderen Tag alles selbst machen und sich um jedes Problem kümmern. Dabei ist es okay nicht der Experte in jedem Feld zu sein und sich Hilfe zu holen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=u5JLvDrNJdU

 

Hört sich einfach an? Ist es aber nicht. Es ist fast vergleichbar mit dem Gefühl, wenn man sich verliebt. Da ist zum einen diese Euphorie: etwas Neues zu erschaffen, ausprobieren und neue spannende Sachen lernen. Aber dann ist da auch dieses andere Gefühl der Angst: ist das wirklich das Richtige? Kann ich das oder ist das wirklich eine gute Idee?

Umso mehr man darüber nachdenkt, umso mehr Argumente fallen einem ein, es nicht zu tun. Tina und Maike empfehlen deswegen einfach anzufangen als nur darüber nachzudenken. Fehler gehören zum Prozess dazu und sind wichtig. Die Lernbereitschaft und in Lösungen zu denken, anstatt immer alles perfekt machen zu wollen, helfen auf dem Weg seinen Traum zu erfüllen.

 

Fazit: der Zeitpunkt könnte nicht besser sein. Die neuen digitalen Technologien bieten uns viele neue Möglichkeiten um uns neu zu erfinden und unsere Ideen und Visionen umzusetzen. Etwas Neues kann nur entstehen, wenn wir unsere Komfortzone verlassen. Mut nach vorne ist hierbei ausschlaggebend, denn das Nichtstun bringt einen auch nicht weiter. Oder anders gesagt: Wenn man nicht fragt, wird die Antwort immer Nein sein. Was ist das Schlimmste, das wirklich passieren könnte? Habt Mut zum Gründen.

 

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Kategorisiert in: | Veröffentlicht am: 27.05.2019 Zurück zur Übersicht

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