Willkommen zu LIGHTHOUSE - unserem Magazin für digitale Changemaker! Dabei ist LIGHTHOUSE aber nicht irgendein Magazin. Nein. Es ist das Magazin unserer CLASSES! Von CLASS TWO in einer Challenge komplett gestaltet und ausgearbeitet, findet Ihr hier Artikel, Videos, Interviews und Insights aller CLASSES zu unserem Programm, zum SHIFTSCHOOL-Leben und einfach allem, was unseren Pionieren am Herzen liegt.

Blue Ocean StrategyInnovation Management

INNOVATION MANAGEMENT – Hassliebe vieler deutscher Unternehmen

OUTLOOK

Unser SPARK am 29.07.2017 stand ganz im Zeichnen von Innovation Management. Zusammen mit Prof. Dr. Ulf Pillkahn und Kerstin Flore tauchten wir ein in das Thema Corporate Innovation und befassten uns mit der Implementierung digitaler Strategien.

Ziemlich schnell wurde uns bewusst, in welchem Dilemma sich viele große Unternehmen derzeit befinden: Mangelhafte Fähigkeit mit Innovation umzugehen und diese in Produkte umzusetzen, verbunden mit einem stark ausgeprägten Innovationswillen – oft will man, kann jedoch nicht. Da hilft nur der Sprung raus aus der Komfortzone, aus der Systematik beziehungsweise Struktur, denn nur dort entstehen die richtig coolen Innovationen. Laut Ulf muss es qualmen und wild zugehen. Innovation bedeutet nicht, dass alle happy sind.

Größtmöglichen Umsatz erwirtschaften versus innovative Ideen ausprobieren…

Gerade die an der Börse gehandelten Unternehmen stehen hierbei vor einer großen Herausforderung: Größtmöglichen Umsatz erwirtschaften versus innovative Ideen ausprobieren mit der Gefahr, gegebenenfalls zu scheitern.

SHIFTSCHOOL-Trainer Prof. Dr. Ulf Pillkahn zitiert aus seinem Buch „Die Weisheit der Roulette-Kugel: Innovation durch Irritation“.

Die Macht der Zufälle

Der Zufall spielt bei Innovation eine große Rolle („Wir machen mal,…“) und nein – es ist nicht schlimm, wenn wir nicht alles, was wir tun, mit Prozessen begründen können. Wir müssen dem Zufall eine Chance geben und hinnehmen, dass Kreativität eine unkontrollierbare Variable darstellt.

Der große Unterschied besteht nicht darin, Bedürfnisse zu decken (kann jeder), sondern sie zu wecken…

…und genau daran empfiehlt es sich für traditionelle Firmen, im Vergleich zu Start-Ups noch zu üben. Den Wertschöpfungsprozess haben viele Unternehmen gut im Griff, wohingegen der Wissensschöpfungsprozess durchaus noch ausbaufähig ist; Beispiel Hackathon – die Ressourcen außerhalb der Firma sind oft größer als innerhalb der eigenen vier Wände! Prinzipiell gilt: Ideen als Individuum taugen nichts. Die Ideen müssen „andocken“, sonst sind sie wertlos. Das heißt: Behaltet sie nicht für euch, teilt sie, lebt sie und kommuniziert sie! Leider werden neue Mitarbeiter schnell „gestreamlined“ und neue Ideen und Denkansätze können schnell in Vergessenheit geraten. Es ist wichtig, dass Unternehmen die Voraussetzung dafür schaffen, dass Innovationen auf allen Unternehmensebenen passieren können.

 

INSIGHT

Was braucht es für Innovation (außer Ideen & Kohle)? 

Einen Koffer aus Methoden!

In der SHIFTSCHOOL wird großer Wert auf Kreativität und praktisches Arbeiten gelegt.

Hands On!

So wurde unsere Klasse beispielsweise während des SPARKs in kleine Gruppen aufgeteilt mit der Aufgabe, je eine bestimmte Methode zum Thema Innovationsmanagement zu recherchieren und diese anschließend der Gesamtgruppe zu erklären.

SHIFTIES bei der Arbeit 🙂

Wir haben uns exemplarisch eine der diskutierten Strategien beziehungsweise Methoden herausgegriffen und wollen euch nun kreativ, mit einem Augenzwinkern und auf etwas andere Art und Weise näher bringen, was es damit auf sich hat:

Die „Blue Ocean Strategy“ –  von blauen und roten Ozeanen…

Fragt man Unbedarfte spontan, um was es sich dabei wohl handeln könne, tippen viele darauf, es gehe vielleicht um ein Umweltprojekt zum Schutz der Ozeane vor weiterer Verschmutzung. „World Oceans Day“ und so… Keine schlechte Vermutung – aber leider falsch.

Die „Blue Ocean Strategy“ erdachten sich (diversen Quellen zu Folge) W. Chan Kim und Renée Mauborgne an der INSEAD Business School und lässt man all die üblichen fachlichen Buzzwords weg, meint sie bildlich ausgedrückt in etwa folgendes:

Es war einmal ein paradiesischer, türkisblauer Ozean…

Stellt euch eine paradiesische große Bucht in einem Ozean vor. Es gibt bunte Korallen, jede Menge wunderschöne Unterwasserpflanzen, Plankton und das sonnendurchflutete Meer glitzert und schimmert türkisblau. Das Wasser ist picobello sauber, die Temperaturen sind optimal und es gibt Nahrung im Überfluss. Die Fische, die diese Bucht entdeckt hatten, waren überglücklich und vermehrten sich aufgrund der optimalen Bedingungen ungebrochen und rasend schnell. Sie fraßen sich dick und kugelrund, wollten mehr und mehr, wuchsen und wurden immer größer, gieriger, hungriger und gefräßiger – und auf einmal war es sehr eng in der Bucht. Die Nahrung fing an, knapp zu werden. Die Wasserqualität wurde durch die Ausscheidungen unzähliger kleiner und großer Fische immer schlechter. Wer nun überleben wollte, musste anfangen, um Nahrung zu kämpfen, sie anderen wegzunehmen, andere verhungern zu lassen oder gar zu töten, um in der Bucht wieder Platz zu schaffen. Das einst so klare blaue Wasser ist nun rot gefärbt vom Blut der zur Strecke gebrachten Nahrungskonkurrenten und in der Bucht ist es mittlerweile, wir ihr euch vorstellen könnt, alles andere als gemütlich und schön.

Der blaue Ozean färbte sich blutrot.

Nun werden wir kurz etwas sachlicher: Der rote Ozean steht für einen gesättigten Markt wie es heute viele gibt, mit starkem Wettbewerbsdruck, Preiskämpfen, Unternehmensliquidationen oder –übernahmen. Die „Blue Ocean Strategy“ (auf Deutsch: Blauer Ozean Strategie) besagt nun, dass es klug wäre, diesen roten Ozean (= gesättigter, überfüllter Markt, auf dem viele Konkurrenten gleiche Produkte oder Services anbieten) und das dortige Schlachtfeld zu verlassen und sich auf die Suche zu machen nach einer neuen Bucht mit noch blauem, sauberem und nährstoffreichem Wasser und ausreichend Platz – einem Blue Ocean, in dem man am Anfang bestenfalls alleine ist oder in dem zumindest nur wenige andere Fische unterwegs sind. Die neue Bucht muss nicht unbedingt sehr groß sein. Es reicht, wenn sie mir als Fisch (= Unternehmen) genügend Wachstumsmöglichkeiten für die Zukunft bietet.

Raus aus dem roten Ozean und neue Lebensräume
(=Märkte) finden…

Um diesen neuen Lebensraum zu finden, muss man gegebenenfalls innovativ sein, sich differenzieren, neue Alleinstellungsmerkmale (USP/Kundennutzen) finden und sich verändern – zum Beispiel, indem man lernt (um wieder bildlich zu werden), sich in Gewässern mit einer Temperatur aufzuhalten, bei der die Mehrheit der anderen Fische, die diese nicht gewöhnt sind, zugrunde gehen würde. Oder indem man neue Nahrungsquellen für sich entdeckt, die die anderen noch nicht kennen oder die sie nicht zu nutzen und zu verarbeiten wissen. Und schon ist man die breite Masse der Konkurrenz los, weil sie die Lebensbedingungen im neuen blauen Ozean noch nicht kennt oder sie nicht die Fähigkeiten und Eigenschaften besitzt, die es ihr ermöglichen würden, ebenfalls in diesem neuen blauen Ozean zu leben.

Durch Innovation und Optimierung der Kosten-strukturen profitable neue Geschäftsmodelle entwickeln.

Etwas sachlicher ausgedrückt heißt das, dass man sich durch Innovation und Optimierung der Kostenstrukturen ein profitables neues Geschäftsmodell entwickelt, das einen Kundennutzen bietet, der sich so von dem Angebot der bisherigen Konkurrenz und breiten Masse abhebt, dass die Konkurrenz bedeutungslos wird, da man einen neuen (Teil-) Markt geschaffen beziehungsweise erschlossen hat, für den man nun mittels Neu-Akquise neue Kunden gewinnt. Die neuen (Teil-) Märkte sind somit die „Blue Oceans“, auf denen ein Unternehmen weiter wachsen und gedeihen kann. Alles verstanden…?    😉

Wie die Blue Ocean Methodik angewendet wird, könnt ihr beispielsweise noch genauer unter  https://de.wikipedia.org/wiki/Blue-Ocean-Strategie bei Wikipedia nachlesen…

DEEPDIVE

Wir hoffen, ihr seid jetzt mit uns im Innovation-Flow!  😀

Viele Grüße

Astrid & Steffi


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Autor(en):

und


Kategorisiert in: | Veröffentlicht am: 06.09.2017 Zurück zur Übersicht

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