Willkommen zu LIGHTHOUSE - unserem Magazin für digitale Changemaker! Dabei ist LIGHTHOUSE aber nicht irgendein Magazin. Nein. Es ist das Magazin unserer CLASSES! Von CLASS TWO in einer Challenge komplett gestaltet und ausgearbeitet, findet Ihr hier Artikel, Videos, Interviews und Insights aller CLASSES zu unserem Programm, zum SHIFTSCHOOL-Leben und einfach allem, was unseren Pionieren am Herzen liegt.

CrocBrainelevatorPitchInFreierWildbahnPräsentationPUNK

SHIFTSCHOOL GOES PUNK

OUTLOOK

SPARK29 ganz im Zeichen des Punks!

Dominic Stühler, der Presentation Punk himself, wird uns dabei helfen geile Vorträge zu halten auch wenn es nicht unser Ding ist. Wir werden an diesem Tag Prinzipien lernen,
die uns helfen in besonderen Situationen und unter hohem Druck überzeugend zu sein –
ob bei einem Management Meeting, beim Pitch einer Idee oder auf einer Konferenzbühne
vor Publikum.

Souverän zu präsentieren ist besonders entscheidend in der Digitalisierung, in der es immer mehr darum geht den Kunden zu verstehen und zu überzeugen. Wir werden uns das Grundprinzip des Vertriebs- und Marketingkonzepts der „Customer Centricity“ zu Nutze machen, es remixen und das Publikum (Zuhörer) zu unserem „Customer“ und zu unserem Ausgangspunkt unserer Präsentation machen. Wir überlegen uns, was der Mehrwert für
mein Publikum ist, welche Erwartungen und Bedürfnisse es hat und wie Inhalte strukturiert
und präsentiert werden müssen.

#CustomerCentricity (deutsch: Kundenorientierung)
Mit Customer Centricity wird ein Vertriebs- und Marketing- konzept bezeichnet, das den Kunden und nicht das Produkt
in den Mittelpunkt des Interesses rückt. Durch die Customer Centricity wird die Wertschöpfungskette so definiert, dass
sie beim Kunden anfängt: Die Erwartungen, Bedürfnisse und Wünsche des Kunden sind damit der Ausgangspunkt. Wer
noch tiefer im Thema Customer Centricity eintauchen möchte,
hier entlang

 


 

INSIGHT

DAS GROSSE DILEMMA BEIM PRÄSENTIEREN.

Der Grund für schlechte Präsentationen ist das menschliche Gehirn. Der Mismatch von dem, wie Informationen erzählt werden und von dem, wie sie gehört werden.

Hier zunächst ein kleiner Exkurs zum Aufbau des menschlichen Gehirns.Das menschliche Gehirn kann man in drei Areale unterteilen. Der Neocortex, der größte Bereich unseres Gehirns, ist das sogenannte denkende Hirn, das sachlich, rational und logisch Informationen verarbeitet. Das Limbische System, auch Mittelhirn genannt, verarbeitet Emotionen sowie Gefühle und ist auch für soziales Verhalten zuständig.
Der kleinste und primitivste Bereich ist das Reptilienhirn, das wir schon seit Jahrtausenden mit uns herumschleppen, aka das Croc Brain (Crocodile Brain).

Das Croc Brain ruft in neuen Situationen nur Grundfunktionen ab und kann sich nur drei existenzielle Fragen stellen: Die sogenannten 3 Fs
…kann ich es FRESSEN?
…muss ich FLÜCHTEN?
…kann ich es F***** ?   (Fortpflanzen ist gemeint :-))

Erst dann, wenn diese neue Information in einer Form neuartig, spannend oder gar gefährlich für mich ist, kann diese Information in das nächst höhere Hirnareal aufsteigen und nach emotionalen, sozialen oder rationalen Gesichtspunkten weiterverarbeitet werden.

Zurück zu unserer Kernaussage…
Grund für schlechte Präsentationen ist das menschliche Gehirn.

Man befindet sich als Präsentator (Redner) vor dem Publikum in einer sogenannten Expertenrolle. Man ruft das Fachwissen aus seinem Neocortex ab. Dort sind sachliche und fachliche Informationen und logisches Denken zum Thema abgespeichert.

Wenn man nun vor seinem Publikum präsentiert, geht man automatisch davon aus, dass man sein Fachwissen an den Neocortex des Zuhörers richtet.

Diese Annahme ist total falsch und letztendlich
der Grund für schlechte Präsentationen!
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Das Publikum (Zuhörer) hat anfangs nur das Croc Brain aktiviert, d.h. die erste Zeit stellt sich der Zuhörer nur die 3 Fs:

1. Kann ich den Redner fressen
2. Muss ich vor dieser Präsentation flüchten?
3. Kann ich mich damit paaren?

Die größte Hürde ist es also am Croc Brain des Publikums (Zuhörer) vorbei zu kommen. Ist die Information nicht neuartig, spannend oder gar gefährlich, wird man nie in den Neocortex des Zuhörers vorstoßen können.

Es gilt also die Informationen so spannend und aufregend zu gestalten, in einer Dramaturgie zu verpacken, um die Eintrittshürde des Croc Brains zu meistern und in den Neocortex des Zuhörers zu gelangen.

 


(*Nicht am Spark zum Einsatz kommende Thesen 4, 6 und 7)

 

THESE #1 – Übe. Übe. Übe. Übe!

Warum ist Üben so wichtig? Und was passiert wenn man es nicht macht? Hochmut kommt vor dem Fall und wer glaubt nicht üben zu müssen schöpft seine Potenziale nur bedingt aus. Durch das wiederholte Vortragen einer Präsentation erhält man die nötige Routine und Sicherheit um souverän zu wirken. Im Sinne des KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) hat man die Möglichkeit den Vortrag nach jeder Runde zu optimieren. Wenn die Basic´s sitzen empfiehlt es sich kleine menschliche Fehler einzubauen, denn ein perfekter Vortrag ist unsympathisch und unnahbar. Es reicht nicht aus authentisch zu sein, man muss auch authentisch wirken! Dabei darf jedoch niemals die Souveränität darunter leiden.

Zum Üben bekamen wir verschiedene Variationen an die Hand, die wir am Nachmittag in unseren jeweiligen Gruppen ausprobieren durften. So konnte jeder, die Techniken selbst testen und zusammen mit dem direkten Feedback seiner Gruppe, in seinen eigenen Stil integrieren.


THESE #2 – Beginne mit dem Canvas!

Das Canvas ist ein vom Presentation Punk entwickeltes Hilfsmittel, ein Leitfaden zur Planung einer Präsentation. Anhand verschiedener Unterpunkte in einer Tabelle könnt ihr euch damit einen guten  Überblick über eure Präsentation verschaffen und dafür sorgen, dass es einen roten Faden gibt.
Hier könnt ihr euch das Canvas kostenlos herunterladen:
Download Canvas

 

 


THESE #3 – Erzähle immer eine Story!

Jeder kennt es: Begonnen wird direkt mit dem Inhalt einer Präsentation. Inhaltsverzeichnisse fassen zusammen, welche Inhalte im Folgenden vorgestellt werden. Die Inhalte werden einfach auf langweiligen, unübersichtlichen und textüberladenen Folien aneinandergereiht. Daher gilt die Faustregel: Das wichtigstes Merkmal für gutes Storytelling ist es, auf Kontraste zu setzen, um an dem Croc Brain vorbeizukommen.

Wie schaut so etwas vereinfacht aus?
Den momentanen Ist-Zustand negativ bzw. bedrohlich darstellen und darauf einen positiven Soll-Zustand (Ausblick) aufbauen. Dieser Kontrast triggert das Reptilienhirn (Croc Brain). Dieses Prinzip sollte sich durch die komplette Präsentation ziehen. Zu guter Letzt sollte mit einem klaren call-to-action (CTA) – eine Handlungsanweisung für den Zuhörer – enden.
Hier könnt ihr euch das Storyboard kostenlos herunterladen:
Download Storyboard

 

 


THESE #5 – Booste dich mit Lampenfieber!

Jeder hat es und das ist auch gut so! Der eine hat es mehr, der andere weniger.
Lampenfieber! Selbst erfahrene Bühnenstürmer haben mit Lampenfieber zu kämpfen. Es ist eine Reaktion des Körpers, die wir mit dem Kopf kaum verhindern können – aber wir können sie ins Gute und positive Energie umwandeln.

Zwei Geheimtipps können wir euch an die Hand geben:
Erstens, Musik hören! Aber nicht irgendwelche Musik. Forscher haben herausgefunden, dass besonders basslastige Musik im ¼ Takt unsere Amygdala, das Angstzentrum in unserem Gehirn, stimuliert und die Aufregung lindern kann. Schnapp dir also vor entsprechenden Auftritten dein Smartphone und ein paar Kopfhörer, ziehe dich zurück und hör dir für
3-4 Minuten entsprechende Song´s an.

Zweitens, die Superman-Haltung. Stell dich dabei hüftbreit hin, drücke deine Fäuste in die Seiten, Brust raus, Körperspannung halten und den Blick nach oben. Durch die „Superman-Pose“ erhöhst du dein Selbstbewusst, du gibst dir Kraft und den Glauben daran die Aufgabe meistern zu können. Bereite dich Mental auf die Präsentation vor und geh den Inhalt noch einmal gedanklich durch. Danach stürmst du die Bühne und haust das Publikum von den Stühlen mit nur einem Ziel vor Augen… ROCK THE STAGE!!!

Hier die Anti-Lampenfieber-Playlist vom Presentation Punk

 



TRUMP SUMMARY

Wichtige Prinzipien für deine Präsentation

Wieso ist Donald Trump so erfolgreich in den sozialen Medien und besonders auf Twitter?

Er setzt, wie viele Populisten, in erster Linie auf Bedrohung und Abschreckung. Er verdichtet ein Thema auf 140 Zeichen und schafft es somit schnell eine dramatische und oder meist bedrohliche Kernaussage zu kreieren. Er appelliert an das Croc Brain und das garantiert ihm die totale Aufmerksamkeit.

Die Trump Summary ist ein Gewinnversprechen, dass auch wir uns für unsere Kernausage in unserer Präsentation zu Nutze machen.

 

ENDRESULT = ein Ziel oder Resultat
TIME FRAME = In einer bestimmten Zeitspanne zu erreichen
REVERSE OBJECTIONS = in dem schon mögliche Vorbehalte oder Einwände des Nutzers aufgehoben werden
(z.B. Javascript lernen in 2 Wochen ohne Programmierkenntnisse zu haben)

Die Trump Summary ist auch ein wichtiger Bestandteil des sogenannten eines Elevator Pitch.

 

ELEVATOR PITCH

Der Kerngedanke eines „Elevator Pitches“ basiert auf dem Szenario, eine wichtige Person in einem Aufzug zu treffen und diese dann während der Dauer eines Aufzugaufenthalts (normalerweise zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten) von seiner Idee und vor allem von deren Wert überzeugen zu können. Ist die Idee überzeugend genug vorgestellt worden, wird das Gespräch weitergeführt oder man verabredet sich zu einem weiterführenden Meeting.

 


 

DEEPDIVE

CODEZombie
Rollenspiel: Virus und EPIDEMIE Storyline

DIE IDEE
Ein neuer aggressiver Virus ist ausgebrochen und somit der Beginn einer bedrohlichen Zombi-Apokalypse. Um den Fortbestand der menschliche Zivilisation zu sichern müssen dringend entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Doch welche gibt es und noch wichtiger, welche sind am vielversprechendsten! Hierfür laden „Epidemie-Experte von Bundesinstitut für Seuchenschutz Dominic S.“ und „Sonderbeauftragter von Innenministerium Tobias B.“ vier Teams ein um danach eine Entscheidung zu treffen wie die Welt vor dem Untergang bewahrt werden soll.

 

DIE GRUPPENFINDUNG
Hierfür wurden im Raum Papierschnipsel entsprechend der Teilnehmeranzahl auf dem Boden verteilt. Jeder Hatte die Aufgabe einen dieser aufzusammeln. Durch das zusammenfügen ergab sich die Teamzusammenstellung nach dem Zufallsprinzip.

Das zusammen gewürfelte Team hat die Aufgabe eine Organisation zu repräsentieren und muss sofort ohne die üblichen Teambuildingphasen performen und pitchen. Die Übung ist hierbei sich innerhalb weniger Minuten mit den einzelnen Charaktere zu verständigen und sich auf einen gemeinsames Konzept zu einigen. Die Herausforderung ist es mit viel Empathie und weiteren soziale Kompetenzen in wenigen Minuten alle Mitglieder bei der Entscheidungsfindung einzubinden ohne jemanden inhaltlich zu verlieren oder gar auszugrenzen. Das onbording muss auch ohne lange Debatten und Diskussionen gelingen.

AUFGABESTELLUNG & ZIEL
Jedes Team bekommt eine Kurzbeschreibung seiner Organisation und muss in kürzester Zeit eine Strategie entwickeln und diese vortragen.

L.I.R.I            #erfahren #medizin #forschung
QUATAR      #abschiermung #sicherheit #abblocker
SHIELD        #militär #evakuierung #hardliner
SPACE-Z      #raumschiff #rettung #weltall

Ziel ist es mit seinem Team die beiden Entscheider von dem Konzept seiner zugelosten Organisation zu überzeugen. Die Priorität liegt hierbei nicht auf den Inhalt der Maßnahmen, entscheidend ist Überzeugungskraft des Pitch! Wer bringt die Bude zum wackeln und lässt den Atem der Zuhörer stoppen!!!


ERSTPRÄSENTATION & DAS BITTER KALTE WASSER

Wer selbst scheitert macht nachhaltige Erfahrungen, daher geht es in der ersten Runde
ohne gelernte Methoden und Hilfestellungen in den Ring. Damit wir auch garantiert ins schwanken geraten oder sogar K.O. gehen, wurden diverse Störer eingebaut. Während dem Vortrag bekam jede Gruppe andere Seitenhiebe. Angefangen von häufigen Zwischenfragen oder einem erzwungen Neuanfang, bis hin zum gewünschten Speakerwechsel oder der Fortführung in der englischen Amtssprache.

Diese Herren galt es von den jeweiligen Gruppen zu überzeugen.
(v.r.n.l) Dominic S. Epidemie-Experte von Bundesinstitut für Seuchenschutz und
Tobias B. Sonderbeauftragter von Innenministerium für Staatssicherheit


…UND WEITER GEHT’S MIT PRÄSENTIEREN
In weiteren Runden am Vormittag haben wir unser Konzept mehrfach als Gruppe gepicht und sind dabei jeweils auf neue Erkenntnisse gestoßen. Nach jeder Runde haben wir direkt im Anschluss die einzelnen Vorträge reflektiert und den Einsatz der vorherigen Techniken und Methoden bewertet. Das Feedback auf Augenhöhe lieferte einen großen Mehrwert und schaffte es, gekonnt in unseren Neocortex zu gelangen. Unsere Werkzeugkiste wurde somit zunehmend voller und schwerer und es lag an uns, diese den restlichen Tag entsprechend einzusetzen.


Brrrrrrrrrr… DA WAR ES WIEDER, DAS KALTE WASSER
Nächste Gelegenheit war ein Überraschungs-Pitch im Fahrstuhl, den sog. „Elevator Pitch“!
Um was es dabei genau ging, erfuhr man erst als man mit einem der Entscheider einzeln
im Fahrstuhl stand. Gefordert war ein kurzes Update vor einem Meeting mit der Bundeskanzlerin! Da war es wieder, das kalte Wasser… und ab geht der Pitch entlang der Trump Summary in ganze 45 Sekunden auf dem Weg nach oben in den 5. Stock.

 


 

HALBZEIT
ANALYSE VOM PUNK

ROUNDUP VON STUDENTS


UND WEITER GEHTS… AB GEHT DER PUNK IN NÜRNBERGS FUßGÄNGERZONEAm fortgeschritten Nachmittag durften wir an der frischen Luft die Sonne genießen.
Modisch gekleidet, in Maleranzügen, ging es bei angenehmen 30° Grad in die Nürnberger Fußgängerzone, um die Passanten von unseren Konzepten live und ohne Scham zu überzeugen.

Mit gewissen Abstand aber noch in Sichtweite platzierten sich die einzelnen Team´s in mitten der stark frequentierten Fußgängerzone. Auf einem kleinen Podest durfte wir nach einander ran und unser gelerntes Wissen vom Tag der Öffentlichkeit präsentieren. So hatte jeder nochmal die Möglichkeit sich außerhalb seiner Komfortzone auszutoben.

ZU GUTER LETZT – DAS PITCH BATTLE
Wieder zurück in den Design Office ging es nahtlos weiter mit dem Pitchen. Im Halbkreis aufgestellt und unter enromen Zeitdruck von 60 Sekunden, hatte jeder nochmal eine letzte Möglichkeit sein Konzept den Entscheidern vorzutragen.

 

DAS PUNK RESÜMEE

 


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Autor(en):

und


Kategorisiert in: | Veröffentlicht am: 02.10.2017 Zurück zur Übersicht

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