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Welche Talente sind Teil eines Digital Mindset?

Welche Talente sind Teil eines Digital Mindsets

OUTLOOK

NAHEZU JEDES UNTERNEHMEN FORDERT ES. DOCH WAS BEINHALTET EIGENTLICH EIN DIGITAL MINDSET? WELCHE SKILLS MUSS MAN MITBRINGEN, UM AUF DEM AKTUELLEN UND DEM ZUKÜNFTIGEN ARBEITSMARKT GEFRAGT ZU SEIN?

 

Alle wollen das Digital Mindset

An einem sonnigen Sonntag Vormittag liege ich auf meiner Couch mit aufgeklappten Laptop vor mir. Ich surfe über eine Seite mit neuen Onlinemarketing-Trends. Am linken Seitenrand des Artikels über “Instagram TV” blinkt eine Jobanzeige für eine vakante Stelle als Chief Digital Officer in knallig bunten Farben und Hipster-Foto auf. Aus Neugier klicke ich auf das Werbemittel und scrolle interessiert durch Jobprofil und Aufgabenbeschreibung. Ganz klar gefordert und fett markiert wird vom neuen Arbeitgeber — ein Digital Mindset. Die Frage die mich sofort beschäftigt: Welche Talente assoziiert das offerierende Unternehmen eigentlich mit dem Begriff und gibt es eine allgemeine Definition hierfür.

 

WAS IST ALSO NUN DIESES DIGITAL MINDSET

Jemand, der ein Digital Mindset besitzt, ist auf die Aufgaben, welche die digitale Transformation bereit hält, optimal vorbereitet bzw. stellt sich diesen Hindernissen offen und mit hohem Engagement. Doch welche Aspekte kennzeichnet nun diese “digitale” Denkweise?

 

Die Menschenorientierung wird immer wichtiger

Das Digital Mindset setzt voraus, dass eigene Einstellungen und Perspektiven stetig hinterfragt und überdacht werden müssen. Das Thema Selbstreflektion gewinnt immer mehr an Bedeutung. Aber nicht nur das: In einer Welt voller Unstetigkeit und ohne festen Halt, bedarf es Empathie. Vor allem Führungskräfte sind hier gefordert. Das Digital Mindset verlangt, dass es Leitungspositionen gelingt, ihren Mitarbeitern Stabilität und emotionale Betreuung zu vermitteln. Barbara Liebermeister analysierte mit dem Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ) zahlreiche Studien zur digitalen Führung. Ihrer Meinung nach, spielte in der Führungskräfteauswahl emotionale Intelligenz bisher kaum eine Rolle. Dies ändert sich nun. “Konnte früher ein Vorgesetz­ter wertschätzend und auf Augenhöhe führen, war das ein Nice-to-have. Heute ist es vor allem im Hinblick auf die Erwartungen der Digital Natives ein Must-have”, so die Expertin.

 

WER NICHT FRAGT, BLEIBT DUMM

Unternehmen sind auf die Neugier und den Wissensdurst ihrer Mitarbeiter mehr denn je angewiesen. Das Weiterentwickeln der eigenen Fähigkeiten und Interessen wird immer mehr zum Wettbewerbsvorteil und nimmt einen immer größeren Stellenwert nicht nur im Digital Mindset ein. So kam die Computerwoche in ihrer Analyse zum Thema zu folgender Erkenntnis: “Ein Digital Mindset zeichnet sich durch Offenheit und Neugier (..) aus. Ein zentraler Punkt ist, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die Querdenken fördert. Mitarbeiter in allen Abteilungen müssen darin bestärkt werden, den Status Quo in Frage zu stellen und Neues auszuprobieren”. Auch etablierte Abläufe, Geschäftsmodelle, Prozesse und Vertriebsstrategien müssen auf den Prüfstand gestellt werden — und das nicht nur einmal, sondern immer wieder. Argumente wie “Das haben wir schon immer so gemacht” müssen der Vergangenheit angehören.”

 

DER GLAUBE DER DIGITALE BERGE VERSETZEN KANN

Nur wer Spaß daran hat, sich weiterzuentwickeln und auch daran glaubt, seine Fähigkeiten zu schärfen, ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Carol Dweck, Professor für Psychologie an der Stanford University skizziert zwei Arten von Selbstbildern. Menschen mit einem statischen Selbstbild stehen ihrer Meinung nach den eigenen Entwicklung mit ihrem Glauben an angeborenes Talent und ihrer Angst vor dem eigenen Versagen selbst im Weg. Menschen mit einem dynamischen Selbstbild hingegen schaffen es, hart an sich zu arbeiten und sich schlussendlich selbst zu verwirklichen. Jemand mit dynamischen Selbstbild hat den Glaube, sich weiterzuentwickeln zu können und seine Talente und Fähigkeiten auszubauen. In der heutigen Zeit wird die eigene Weiterentwicklungsfähigkeit von jedem Arbeitgeber vorausgesetzt. Nur wer sich den aktuellen Anforderungen stellt, bleibt am Puls der Zeit und bringt die nötigen Skills für ein digital Mindset mit.

 

Technologie entscheidet über Erfolge

Die oben genannten Skills sind natürlich nur die halbe Miete. Einen wesentlichen Bestandteil des Digital Mindset nimmt das Thema Technologie ein. Die Fähigkeit zu erfassen und zu verstehen, welche Auswirkungen Technologie und technischer Fortschritt auf das eigene Geschäftsmodell und Prozesse hat, wird immer mehr zur Kernkompetenz. Auch hier bedarf es Offenheit, um die Chancen des technologischen Fortschritts zu verstehen und gewinnbringend einzusetzen. Für die Studie “Hands-on Digital” hat das Zukunftsinstitut fünf zentrale Thesen zur erfolgreichen Digitalisierung in Unternehmen formuliert. Die Studien-Co-Autorin und Digitalisierungs-Expertin Lena Papasabbas ist sich sicher: „Die digitale Welt kann nicht beherrscht werden. Aber der bewusste Einsatz digitaler Technologien kann helfen, ihre Möglichkeiten zu nutzen und außergewöhnliche User Experiences zu kreieren.”

 

Agile Arbeitswelten sind die Zukunft

Agile Methoden und Arbeitsprozesse sind immer öfters Innovationstreiber und bringen bisher nicht oder nur kaum genutzte Wachstumspotenziale zum Vorschein. Zu diesem Urteil kamen auch mehr als 100 Experten beim Darmstädter Forum für Arbeitsrecht und Personalmanagement, welche die Chancen und Herausforderungen von Agilität in Organisationen diskutierten. In Zeiten von Digitaler Transformation entwickeln sich neue Unternehmenskulturen. Diese neue Kulturen sind sind stark geprägt von Agilität, Transparenz, Offenheit und Fehlertoleranz sowie einer abteilungs- und unternehmensübergreifenden Kooperation und Kommunikation. Dabei werden die klassischen Formen der Zusammenarbeit zunehmend durch agile Arbeitsprozesse abgelöst. Nur wer genau diese Agilität verinnerlicht hat und die entsprechenden Werkzeuge situativ einzusetzen vermag, hat das Digital Mindset verinnerlicht.

 

Weg von Spezialisten — hin zu Soft-Skills

Wenn man sich die einzelnen Disziplinen einmal genauer anschaut, fällt auf, dass die geforderten Talente eigentlich sehr simpel erscheinen. Es verlangt niemand, mehrere Programmiersprachen schreiben zu können oder ein Genie in Statistik zu sein. Natürlich schadet keine der beiden Fähigkeiten, aber für das so oft gewünschte Digital Mindset spielen diese Talente keine Rolle. Es geht um softe Themen wie Neugierde, Selbstreflexion, Agilität…. Wer versucht, mit Neugierde und Spaß an neue Technologien und Veränderungen in Geschäftsmodellen, Prozessen oder Abläufen zu gehen ist up-to-date. Wie steht es mit Ihnen?

 


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Kategorisiert in: | Veröffentlicht am: 04.03.2019 Zurück zur Übersicht

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