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Working Out Loud

Working Out Loud: Was steckt hinter dem Hype, der die Zusammenarbeit verändern soll?

OUTLOOK

Zusammenarbeit im Unternehmen: Bosch, Daimler und weitere große Unternehmen machen es vor

Das eigene Wissen und die eigene Arbeit sichtbar machen, damit alle davon profitieren können, ist der Grundgedanke hinter Working Out Loud. Wie das funktioniert? Mit einer Stunde pro Woche – 12 Wochen lang.

Es gibt kaum eine Konferenz zum Thema Collaboration, bei der es nicht entweder einen Vortrag oder sogar einen Workshop zu Working Out Loud gibt. So bin auch ich über dieses Thema gestolpert: Bei einem Kongress reingeschnuppert, von der Idee begeistert, Buch gekauft. Und dann? Doch erstmal von vorne:

Warum noch eine neue Methode, bzw. ein neues Framework?

In vielen Unternehmen gibt es nach wie vor Silo-Denken: Niemand weiß, was der Kollege in einem anderen Land, in einem anderen Gebäude oder sogar in der nächsten Etage macht. Und obwohl es mittlerweile digitale Werkzeuge gibt, die alle technisch verbinden, hat sich das Problem nicht wesentlich geändert.

Auch wenn alle predigen, dass man das Silo-Denken überwinden, kooperativer und offener werden muss, zeigt sich, dass es für viele Menschen schwierig ist, das eigene Verhalten zu ändern und aktiv mitzuteilen, was sie tun. Aber mehr Zusammenarbeit ist kein gegebenes Talent, es ist eine Fähigkeit, die entwickelt werden kann: Zum Beispiel mit Hilfe von Working Out Loud.

Was ist Working Out Loud?

workingoutloud.com beschreibt es folgendermaßen: “Working Out Loud ist ein Weg, um Beziehungen aufzubauen, die dir auf verschiedene Weise helfen können, ein Ziel zu erreichen, eine Fertigkeit zu entwickeln oder ein neues Thema zu erforschen. Anstatt sich zu vernetzen, um etwas zu bekommen, investierst du in Beziehungen, indem du im Laufe der Zeit Beiträge leistest, einschließlich deiner Arbeit und Erfahrungen, die du sichtbar machst.“

Wie funktioniert Working Out Loud?

Ein so genannter Working Out Loud Circle besteht aus drei bis fünf Personen, die sich 12 Wochen lang, je eine Stunde treffen. Während der zwölf gemeinsamen Wochen arbeitet der Circle mit einem Circle-Guide, der kostenlos auf der WOL-Website zu finden ist.

Alles beginnt mit einem einfachen Ziel, das sich jeder Teilnehmer selbst setzt: Vielleicht ein neues Interessengebiet oder ein berufliches Ziel.

Zum Beispiel:

  • „Ich möchte mehr über das Führen von Teams erfahren“
    (weil ich ein besserer Manager werden möchte)
  • „Ich möchte mehr über die Vorteile von Social Media erfahren“
    (weil ich mich nie wirklich damit auseinandergesetzt habe)

Man lernt gemeinsam, wie man in einem kleinen Netzwerk sichtbar und transparent zusammenarbeiten kann. Die Circle Guides enthalten für jede Woche Diskussionsthemen und kleine Übungen, mit denen die Lernreise unterstützt wird.

Es gibt fünf Prinzipien:

  • Beziehungen (Relationships):
    Man baut nachhaltige Beziehungen auf, die auch zukünftig helfen können.
  • Großzügigkeit (Generosity):
    Man teilt Wissen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
  • Sichtbare Arbeit (Visible Work):
    Man macht die eigene Arbeit als wertvollen Beitrag für das Netzwerk sichtbar und nicht zur reinen Selbstdarstellung.
  • Zielgerichtetes Entdecken (Purposeful Discovery):
    Dadurch, dass ein individuelles Ziel gewählt wird, richtet man seine Aktivitäten gezielt darauf aus.
  • Wachstumsorientiertes Denken (Growth Mindset):Es geht darum, immer offen und neugierig an die Dinge heranzugehen und so die vielen Möglichkeiten zu entdecken, die einen dem Ziel näher bringen können.

Während alle Teilnehmer ihren selbst gesteckten Zielen folgen, ermöglicht Working Out Loud gleichzeitig eine neue Gewohnheit der Zusammenarbeit zu entwickeln, indem die persönliche Hürden überwunden werden und die Teilnehmer ein aktiver Teil in der Arbeitswelt werden.

Meine persönliche Meinung und Erfahrung mit Working Out Loud

Es kommt sehr auf die Teilnehmer des Circles an: Sind alle motiviert dabei? Oder nur weil sie es wegen ihrem Chef müssen? Außerdem ist es sehr hilfreich einen möglichst unterschiedlichen Circle zu haben: verschiedene Altersgruppen, berufliche Hintergründe und Netzwerke. Dann kann Working Out Loud wirklich eine sehr gute Methode sein, um seine Art der Zusammenarbeit zu überdenken. Mein erster Versuch bei einem Circle teilzunehmen ist leider im Sande verlaufen, aber ich werde Working Out Loud sicher noch eine zweite Chance geben.


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Kategorisiert in: | Veröffentlicht am: 12.12.2018 Zurück zur Übersicht

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